
Wissen & Antworten
Die häufigsten Fragen – fachlich beantwortet
Von U-Werten über Förderbedingungen bis zur Wartung: Was Bauherrinnen und Bauherren in Köln und im Bergischen am häufigsten von uns wissen wollen.
Fenstertausch und Technik
Wann sich ein Austausch lohnt und was die Kennwerte im Angebot bedeuten.
Als Faustregel gilt: Einfachverglaste Fenster sind fast immer ein Fall für die Modernisierung. Laut einer Studie des Verbands Fenster + Fassade ist eine Modernisierung von Fenstern mit Einfachverglasung in jedem Fall wirtschaftlich; der Austausch gegen ein modernes, dreifachverglastes Fenster kann zu einer Energieeinsparung von etwa 491 kWh pro Fenster und Jahr führen.
Bei Isolierverglasung aus den 1990er-Jahren entscheidet der Zustand: Sind Dichtungen porös, lässt sich der Flügel nicht mehr einstellen oder beschlägt die Scheibe zwischen den Gläsern, ist der Tausch sinnvoll. Häufig sprechen Schallschutz, Bedienkomfort und Einbruchhemmung genauso für eine Erneuerung wie die Energiebilanz.
Der UW-Wert beschreibt den Wärmeverlust des gesamten Fensters aus Rahmen, Glas und Randverbund – er ist der Wert, der zählt. Der Ug-Wert gilt nur für das Glas; moderne Dreifachverglasungen liegen typischerweise bei 0,5 bis 0,7 W/(m²·K), Zweifachverglasungen bei rund 1,1 W/(m²·K).
Der g-Wert gibt an, wie viel Sonnenenergie durch die Scheibe ins Gebäude gelangt. Ein hoher g-Wert bringt im Winter solare Gewinne, ein niedriger reduziert das sommerliche Aufheizen. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von Himmelsrichtung, Verschattung und Raumnutzung ab.
Keines der drei Materialien ist grundsätzlich überlegen; sie haben unterschiedliche Stärken. Kunststoff ist pflegeleicht, preislich attraktiv und in vielen Farben erhältlich. Aluminium erlaubt sehr schmale Ansichten und große Formate und ist extrem witterungsbeständig. Holz bietet ein besonderes Raumgefühl, reguliert die Luftfeuchte und lässt sich renovieren, braucht dafür aber regelmäßige Pflege der Oberfläche.
In der Praxis entscheiden Fassade, Format, Pflegebereitschaft und Budget. Wir zeigen Ihnen die Profile im Schnitt in unserer Ausstellung – dort wird der Unterschied schnell greifbar.
Das hängt vom tatsächlichen Außenlärmpegel und von der Raumnutzung ab: Ein Schlafzimmer zur Straße stellt andere Anforderungen als ein Hauswirtschaftsraum. Kennwert ist das bewertete Schalldämm-Maß Rw des Fensterelements.
Wichtig ist die Gesamtbetrachtung: Ein hochwertiges Schallschutzglas nützt wenig, wenn die Anschlussfuge undicht ist oder ein ungedämmter Rollladenkasten darüber sitzt. Wir planen Schallschutz deshalb raumweise statt pauschal für das ganze Gebäude.
Anforderungen, Förderung und Genehmigung
Was Gesetz und Förderprogramme verlangen – und wann das Bauamt mitredet.
Wird in einem bestehenden Gebäude ein Fenster ersetzt, gelten die Bauteilanforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Für Fenster in Wohngebäuden liegt der Grenzwert bei einem UW-Wert von 1,3 W/(m²·K), für Dachflächenfenster bei 1,4 W/(m²·K). Für Sonderverglasungen und Vorhangfassaden gelten eigene Werte.
Bei denkmalgeschützten Gebäuden oder in Bereichen mit Erhaltungssatzung gehen die Vorgaben der Denkmalbehörde vor. Dann sind zum Beispiel Kastenfenster oder aufgesetzte Sprossen ein Thema.
Für die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) im Bereich Einzelmaßnahmen gelten technische Mindestanforderungen, die deutlich über dem GEG liegen: Fenster in Wohngebäuden müssen einen UW-Wert von höchstens 0,95 W/(m²·K) erreichen. Ein individueller Sanierungsfahrplan kann den Zuschuss zusätzlich erhöhen.
Entscheidend ist die Reihenfolge: Der Förderantrag muss gestellt sein, bevor Sie den Auftrag verbindlich erteilen. Wir sprechen das Thema deshalb schon im Beratungsgespräch an. Da sich Programme und Konditionen regelmäßig ändern, prüfen wir den aktuellen Stand gemeinsam mit Ihnen.
In Nordrhein-Westfalen ist ein allseitig geschlossener Wintergarten in der Regel genehmigungspflichtig. Verfahrensfrei sind nach der Landesbauordnung lediglich an Gebäude angebaute Überdachungen bis 30 m² Grundfläche und 4,50 m Tiefe – also Terrassendächer, nicht aber geschlossene Anbauten.
Zusätzlich sind die Vorgaben des Bebauungsplans zu Grenzabständen und überbaubarer Fläche zu beachten. Wir empfehlen, frühzeitig die zuständige Bauaufsicht einzubinden.
Ja, für Maßnahmen zum Einbruchschutz im Bestand gibt es Programme der KfW, unter anderem im Rahmen des altersgerechten Umbaus. Konditionen und Programmnummern ändern sich gelegentlich, deshalb prüfen wir den aktuellen Stand vor Ihrer Beauftragung. Kostenlose und herstellerneutrale Beratung bieten außerdem die polizeilichen Beratungsstellen an.
Sicherheit, Lüftung und Raumklima
Die Themen, die nach dem Einbau am häufigsten Fragen aufwerfen.
Einbruchhemmende Fenster und Türen werden nach DIN EN 1627 in Widerstandsklassen von RC 1 N bis RC 6 eingeteilt. Für Wohngebäude empfehlen die polizeilichen Beratungsstellen mindestens RC 2 – insbesondere für alle Öffnungen, die vom Erdgeschoss oder über Anbauten, Garagendächer und Mülltonnen erreichbar sind.
Die Klassifizierung gilt immer für das komplette geprüfte Element inklusive Beschlag, Verglasung und Befestigung. Ein einzelner Sicherheitsbeschlag macht aus einem alten Fenster kein RC-2-Element, erhöht aber trotzdem den Aufwand für den Täter.
Ja. Neue Fenster schließen deutlich dichter als alte – das ist gewollt, verändert aber den Feuchtehaushalt im Haus. DIN 1946-6 sieht vor, dass bei größeren Maßnahmen ein Lüftungskonzept erstellt wird, etwa wenn im Ein- und Zweifamilienhaus mehr als ein Drittel der Fenster ausgetauscht wird.
Häufig genügt eine Kombination aus bewusstem Stoßlüften und Fensterfalzlüftern im Rahmen, die ohne Strom und ohne Bedienung arbeiten. Kritisch sind Räume mit hoher Feuchtelast und Außenwänden mit geringer Dämmung.
Nein, im Gegenteil: Kondensat auf der äußeren Scheibe ist ein Zeichen für sehr guten Wärmeschutz. Weil kaum noch Wärme nach außen dringt, kühlt die äußere Scheibe nachts unter die Umgebungstemperatur ab, und die Luftfeuchtigkeit schlägt sich darauf nieder. Der Beschlag verschwindet, sobald die Sonne die Scheibe erwärmt.
Etwas anderes ist Kondensat innen auf der Scheibe oder Feuchtigkeit zwischen den Scheiben. Ersteres deutet auf zu hohe Raumluftfeuchte hin, Letzteres auf einen defekten Randverbund – dann sollten Sie uns anrufen.
Außenliegend ist deutlich wirksamer, weil die Sonnenenergie gar nicht erst durch das Glas gelangt. Raffstore, Rollläden und Textilscreens erreichen entsprechend niedrige Abminderungsfaktoren. Innenliegende Plissees und Jalousien wirken vor allem gegen Blendung, verhindern das Aufheizen aber nur begrenzt.
Den Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes regelt DIN 4108-2. Gerade in der Kölner Bucht, einer der wärmsten Regionen Deutschlands, lohnt sich der Blick darauf auch ohne formale Pflicht.
Ablauf, Kosten und Wartung
Was bei Angebot, Montage und Nachbetreuung auf Sie zukommt.
Eine seriöse Pauschalantwort gibt es nicht. Der Preis hängt von Material, Größe, Öffnungsart, Verglasung, Sicherheitsausstattung, Farbe und Montagesituation ab – und davon, ob Rollladen, Insektenschutz oder Sonnenschutz dazukommen. Auch die Baustelle spielt eine Rolle: Ein Fenster im vierten Obergeschoss mit Kraneinsatz ist etwas anderes als ein Kellerfenster.
Deshalb erstellen unsere Techniker ein individuelles Angebot, in dem Kosten und Leistungen aufgeschlüsselt sind – einschließlich der Positionen, die nicht enthalten sind.
Das übernehmen wir. Zu unserer professionellen Montage gehören der Ausbau und die Entsorgung der alten Fenster. Die Arbeitsbereiche legen unsere Monteure mit Vlies aus und verlassen sie nach Fertigstellung ordentlich und gereinigt.
Einmal jährlich. Bei einer Wartung werden Beschlags- und Schließteile, alle beweglichen Beschlagsteile, Befestigungsschrauben, Hebesicherungen und der Anpressdruck kontrolliert. Zusätzlich werden die Beschläge geölt und gegebenenfalls eingestellt. Verschleißteile ersetzen wir, wenn sich ein Mangel durch Einstellen nicht beheben lässt.
Dichtungen halten länger, wenn sie gelegentlich mit einem geeigneten Pflegemittel behandelt werden. Aggressive Reiniger und Scheuermittel sind dagegen tabu – sie greifen Oberflächen und Dichtungen an.
Das hängt von Anzahl und Art der Elemente sowie von der Baustellensituation ab. Den konkreten Zeitrahmen nennen wir Ihnen im Angebot und stimmen den Montagetermin rechtzeitig mit Ihnen ab. Planen Sie zwischen Beauftragung und Montage grundsätzlich Vorlauf für Feinaufmaß und Fertigung ein – die tatsächliche Lieferzeit hängt von Produkt und Hersteller ab.
Grundlagen und Regelwerke
Die Angaben auf dieser Seite stützen sich auf die folgenden Regelwerke und Veröffentlichungen. Sie ersetzen keine Prüfung des Einzelfalls.
- Gebäudeenergiegesetz (GEG) – Bundesministerium der Justiz
- Anforderungen an Bauteile bei Änderungen an bestehenden Gebäuden, unter anderem an Fenster und Dachflächenfenster. gesetze-im-internet.de/geg
- Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM)
- Technische Mindestanforderungen für förderfähige Maßnahmen an der Gebäudehülle, darunter der UW-Grenzwert für Fenster in Wohngebäuden.
- DIN EN 1627 bis DIN EN 1630
- Einbruchhemmende Türen, Fenster, Vorhangfassaden, Gitterelemente und Abschlüsse: Anforderungen, Klassifizierung und Prüfverfahren.
- DIN 4108-2 und DIN 4108-7
- Wärmeschutz und Energieeinsparung in Gebäuden: Mindestanforderungen an den Wärmeschutz einschließlich sommerlichem Wärmeschutz sowie Anforderungen an die Luftdichtheit der Gebäudehülle.
- DIN 1946-6
- Raumlufttechnik – Lüftung von Wohnungen: Grundlage für das Lüftungskonzept bei Sanierungsmaßnahmen.
- DIN EN 13561, DIN EN 13659 und DIN EN 13724
- Produktnormen für Markisen, Abschlüsse wie Rollläden sowie Briefkastenanlagen: Leistungs- und Sicherheitsanforderungen.
- Verband Fenster + Fassade (VFF)
- Studie zur Wirtschaftlichkeit der Fenstermodernisierung mit der Angabe von rund 491 kWh Einsparung pro Fenster und Jahr beim Austausch einfachverglaster Fenster gegen dreifachverglaste Fenster.
- Landesbauordnung Nordrhein-Westfalen
- Regelungen zu verfahrensfreien Vorhaben, unter anderem zu an Gebäude angebauten Überdachungen.
Normen und Förderbedingungen werden regelmäßig fortgeschrieben. Maßgeblich ist immer die zum Zeitpunkt Ihrer Maßnahme gültige Fassung – wir prüfen sie im Beratungsgespräch mit Ihnen.
Von Anfang an
Früh planen, zielgerichtet beraten
Je früher Sie uns an Ihren Planungen für einen Neubau oder eine Sanierung beteiligen, desto zielgerichteter können wir Sie beraten. Besuchen Sie gerne unsere Ausstellung in Köln-Dellbrück und lassen Sie sich von unseren Experten für Fenster, Türen, Wintergärten, Briefkastenanlagen und Einbruchschutz die vielfältigen Möglichkeiten aufzeigen.
Unser ShowroomFür viele Jahre
Wartung erhält Wert und Funktion
Bei Pandorf Fensterbau erwarten Sie Qualitätsprodukte von langer Lebensdauer, an denen Sie über viele Jahre Freude haben werden. Mit unserer professionellen Wartung erhalten Sie zuverlässig Wert und Funktion – sollte dennoch einmal etwas nicht funktionieren: Unsere Techniker kommen auch für kleinere Reparaturen gerne zu Ihnen nach Hause.
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